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Donnerstag, Oktober 27, 2005

Diwali

Divali oder Dipavali (Hindi, दीवाली, dīvālī, दीपावली, dīpāvalī, wörtlich: Anordnung von Lichtern), das Lichterfest, ist ein bedeutendes mehrtägiges hinduistisches Fest in Indien.In seiner Bedeutung und seinem fröhlichen Charakter kann es mit Weihnachten in der westlichen Welt verglichen werden. Divali ist in Nordindien gleichzeitig der Neujahrstag.
Das Fest geht nach hinduistischer Überlieferung auf den Tag zurück, an dem Gott Rama mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana nach 14-jährigem Exil im Dschungel in seine Hauptstadt Ayodhya zurückkehrte. Da es dunkel war, entzündeten die Menschen Öllampen entlang seines Wegs.

Im Süden Indiens sehen die Menschen in Divali einen Bezug zu Krishna, der einen Dämonen besiegt und sechzehntausend Frauen befreit hatte, die sich in der Gefangenschaft des Dämons befanden.
Divali beginnt immer am fünfzehnten Tag des Hindumonats Kartik (Ende Oktober/Anfang November), 20 Tage nach Dussehra, zu Neumond. Da der genaue Neumondzeitpunkt auch von der geografischen Länge abhängt, kann es sein, dass Divali in Westindien, Europa oder Amerika einen Tag später als in Ostindien gefeiert wird (dies war 2003 der Fall). Die nächsten Termine für Divali sind:
1. November 2005
25. Oktober 2006

In den verschiedenen Teilen des indischen Subkontinents wird das Fest sehr unterschiedlich, mit vielfältigen Bräuchen und unterschiedlichen mythologischen Bezügen, gefeiert. Gemeinsames Ritual des Festes ist, dass die Menschen früh auf und ein Bad mit wohlriechendem Öl nehmen. Sie tragen möglichst neue Kleider und beschenken sich mit Süßigkeiten. Schon Tage vor dem Fest werden Knallfrösche und anderes Feuerwerk entzündet.

Waren es ursprünglich nur kleine Öllichter - in Reihen an Fenster oder Eingänge gestellt - sind es heute zunehmend auch elektrische Lichterketten, die in Wohnhäusern, Geschäften und Strassen im ganzen Land leuchten. Manchmal werden Lampen in Bäume gehängt und Kerzen auf den Dächern platziert. Eine Deutung dieses Brauchs ist, dass die Lichter den Pitris, den Geistern der Toten, den Weg in das Land der Seligkeit zeigen. Wahrscheinlich gibt es eine Verbindung zu Allerseelen. Darauf deuten auch die Bräuche z.B. in Bengalen (Ostindien) hin, wo zu Divali die schwarze Göttin Kali verehrt wird, die u.a. den Tod und die Überwindung des Todes symbolisiert.

Der zweite Tag des Festes ist in vielen Landesteilen der strahlenden Göttin Lakshmi geweiht und wird Lakshmi Puja genannt. Man stellt die Lichter zu ihrer Begrüßung auf. Ladenbesitzer streichen ihre Geschäfte und legen neue Geschäftsbücher an. Dieser Tag gilt auch als günstiger Tag für Glücksspiele, da Lakshmi als Göttin des Glücks gilt. Als Omen für das kommende Jahr nehmen viele Menschen z.B. an einer Tombola teil oder gehen ins Kasino.

Der dritte Tag heißt Padva. An diesem Tag bewegen die Ehefrauen ein Tablett mit Lichtern segnend um den Kopf ihrer Ehemänner herum, was diesen Glück bringen soll. Der vierte und letzte Tag des Festes ist Bhaubij, das Fest der Brüder und Schwestern. Eine ähnliche Zeremonie wie an Padva findet zwischen Schwestern und ihren Brüdern statt.

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