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Sonntag, Februar 05, 2006

Liebe zum Guru


Vor den Vertretern der mystischen Traditionen (Kabbala, Sufis, Zen Buddhismus) wurde immer die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler als wesentlich herausgestellt. Aus den spirituellen Traditionen des Ostens kennen wir die Figur des Hindu-Guru, des Zen Roshi oder des Sufi-Shaik. Im intensiven Verhältnis zu seinem Lehrer erfährt der Schüler das Wesentliche. Immer geht es dabei aber um die direkte Beziehung des Menschen zu Gott und die Bildung der eigenen Seele.

Eine der Schwierigkeiten, die einem modernen westlichen Suchenden begegnen, ist die, dass es in unsere Kultur nur wenige Vorbilder für solch eine Beziehung von Schüler und Meister gibt; zu ihnen gehört jedoch die Beziehung von Maria Magdalena und Jesus.

In der Begegnung sind Liebe und Hingabe zwischen Meister und Schüler augenfällig, auch wenn die esoterische Natur dieser Beziehung, so offensichtlich für die östliche Spiritualität, im Westen verloren gegangen ist. Die Beziehung von Suchenden zum Guru oder Shaik ist so verschieden von unseren gewöhnlichen Beziehungsmustern, dass sie leicht falsch verstanden oder auch missbraucht wird. Besonders die unpersönliche Intimität dieser Beziehung und der Begriff des Gehorsams und der Hingabe des Schülers dem Lehrer gegenüber müssen in ihrem spirituellen Kontext verstanden werden.
aus: L. Vaughan-Lee, Transformation des Herzens