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Donnerstag, März 02, 2006

Die Göttin in Wien

Dieses Gemälde von Gustav Klimt aus dem Jahr 1907 zeigt die Göttin Hygeia. Hygieia steht für den Erhalt einer natürlichen Ordnung der Dinge durch eine angemessene Lebensführung.

Sie ist eine Göttin der Gesudheit und gilt als Schutzpatronin der Apotheker. Hygeia wurde mindesten seit dem 7.Jh vor Christum in im antiken Griechenland verehrt. In der griechischen Mythologie ist sie die Tochter des Asklepios. Während ihr Vater mehr explizit mit Heilung in Verbindung gebracht wurde, stand sie auch für die Vorbeugung von Krankheiten, und der Erhaltung der Gesundheit. Das Wort Hygiene wurde von ihrem Namen abgeleitet. Der Eid des Hyppokrates beginnt mit den Worten "ich schwöre bei Apollo und bei Asklepios und bei Hygeia und allen Göttern und Göttinnen ..."

Hygeia wurde besonders am 26. Februar verehrt. An diesem Tag gingen die Menschen zu Heilquellen, um dort zu baden und das Wasser zu trinken. Die Menschen nahmen sich Zeit und baten Hygeia, sie wieder ganz, heil/ig und gesund zu machen.

Interessant ist, dass Klimt hier unbewusst den Schwanz der Schlange in Form einer goldenen gewundenen Spirale genau auf der Höhe des os sacrums malte, ähnlich wie die heilige und heilende Kraft der Göttin Kundalini in der Form einer Schlange dargestellt wird und in einer gewundenen Spirale am unteren Ende der Wirbelsäule in diesem heiligen Knochen ruht.

Hygeias Schlange wurde manchmal dargestellt, während sie aus einem Krug trinkt. Bei Klimt trinkt die Schlange aus einer Schale. Auch die Kundalini wird traditionell mit der Kumbha in Verbindung gebracht, dem Wasserkrug, aus dem die Wasser des ewigen Lebens fließen.