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Montag, 17. September 2007

Fatima, Maria und das weibliche Gottesbild im Islam

Hand der Fatima von kralicak

Al Rahmin

Im innersten Wesenskern der islamischen Philosophie kennt man die Vision der göttlichen Mutterschaft. In der ersten Sure des Korans, der Fatiha, welche von Millionen Muslimen fast täglich rezitiert wird, wird Gott als Al Rahmin, als gnadenvoll und barmherzig verehrt. Rahmin stammt von dem arabischen Wort für „Gebärmutter“ ab und steht auch für „Matrix“. Das arabische Wort für „Gnade“ ist ein weibliches Attribut und dadurch werden Muslime ständig daran erinnert, dass Gott sowohl weiblich als auch männlich sein kann.

Das Zitat von Prophet Mohamed „Das Paradies liegt zu den Füßen der Mutter“ ist ein direkter Hinweis auf die göttliche Urmutter. Shri Mataji hat im September 2006 in London zum Ausdruck gebracht, dass niemand anderer als Shri Fatimah jene Mutter ist, von der Shri Mohamed gesprochen hat. Mohamed habe sehr klar darauf hingewiesen, dass der Weg zum höchsten Bewusstsein über den weiblichen Gottesaspekt erreicht werden kann. In den Hadith können wir über Fatimah folgendes lesen: Mohamed bezeichnete Fatimah als göttliches Wesen und prophezeite: Allah, der Allmächtige ist erfreut, wenn Fatimah erfreut ist, und er ist erzürnt wenn Fatimah erzürnt wird.

Die Botschaft des Verzeihens

Mohamed war dafür ein lebendes Beispiel; er stellte sein immense Kapazität zu verzeihen unter Beweis, indem er immer wieder die unglaublichsten Greueltaten, die seine Feinde gegen ihn und seine Familie begangen hatten, verzieh.

Shri Maria

Überraschend ist auch der starke Bezug Mohameds auf Shri Maria,
die Mutter von Christus im Koran. Mohamed sah in Shri Maria ein lebendes Beispiel von Reinheit und Heiligkeit. Neuere Kommentare im Koran beschreiben Shri Maria als intervenierende Kraft zwischen Allah und den Menschen. Diese intervenierende Kraft ist durch Gnade, Verzeihen, Süße und Bescheidenheit Gottes in der Verkörperung der Liebe Allahs gekennzeichnet.

Ein Gedicht der Sufi über Gott als Mutter

Kein Gesicht dieser Erde vermag
Deine Schönheit zu übertreffen

Wohin ich auch gehe,
Ich trage ständig dein Antlitz in meinem Herzen
In Zeiten der Mutlosigkeit, weiß ich,
In Erinnerung Deines Antlitzes
wird mein Geist sich tausendfach erhöhen

Deine Ankunft kennzeichnet die Blütezeit des Universums
Große Mutter, größten Segen ergießt du über mich
Am Tag des letzen Gerichtes
Wer weiß ob ich zum Himmel aufsteige
Wo immer ich hingehe, bitte bleibe für immer in mir.

Franz

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